William Garner Sutherland
William Garner Sutherland, D.O., D.Sc.(hon.), studierte an der Upper Iowa University in Fayette und anschließend an der American School of Osteopathy, wo er 1900 zum Doctor of Osteopathy promovierte.
Sehr bald entdeckte er, dass sich im Bereich der Schädelnähte (Suturen) die einzelnen Schädelknochen minimal bewegen, und dass diese Bewegung von eminenter Bedeutung für das Wohlbefinden des Menschen ist.
Diese, durch Eigenversuche bestätigte Erkenntnis führte weiter zur Entdeckung einer rhythmischen Beziehung zwischen dem cranium (Schädel) und sacrum (Kreuzbein) im Vordergrund, und einer zu allen anderen Knochen und Strukturen im Hintergrund, die er "primäre Atmung" nannte, und die heute als craniosacraler Rhythmus bezeichnet wird.
John E. Upledger, Chirurg und Osteopath, verfeinerte die Erkenntnisse Sutherlands weiter und entwickelte daraus die "craniosacrale Therapie".
Kernstück der craniosacralen Osteopathie ist das System Schädel-Wirbelsäule-Kreuzbein, in dem das zentrale Nervensystem vom Liquor umspült, gereinigt und geschützt wird. Die Beweglichkeit der Schädelplatten und des Gewebes sind bedeutsam für die Entwicklung, das Wachstum und die funktionelle Integrität des Systems. Die craniosacrale Osteopathie wirkt einem Ungleichgewicht in diesem System entgegen. W.G. Sutherland hat eine Reihe von weichen, sanften Griffen entwickelt, die das Schwingungs- und Resonanzverhalten von Schädel, Wirbelsäule und Becken beeinflusst und so die Selbstkorrektur anregt.